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Überblick


Deitingen liegt ca. 7 Kilometer östlich von Solothurn, südlich der Aare zwischen Luterbach und Wangen an der Aare im Kanton Solothurn (Bezirk Wasseramt). Damit liegt unsere Gemeinde an zentralster Lage im Mittelland - und die meisten Zentren sind zwischen 30 und 70 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder über die Autobahn A1 erreichbar. Solothurn als nächst gelegenes kulturelles und wirtschaftliches Zentrum ist bequem mit dem Velo erreichbar.

Der Autobahnanschluss A1 in Wangen a/Aare ist direkt und ohne Ortsdurchfahrt, der in Kriegstetten durch das Siedlungsgebiet von Subingen, Oekingen und jener auf die A5 in Zuchwil durch Derendingen in wenigen Minuten erreichbar. Weiter liegt Deitingen an der SBB-Linie Solothurn - Olten. Zweimal pro Stunde fährt ein Regionalzug in beide Richtungen.
Mit dieser privilegierten Lage ist unser Dorf ein begehrter Wohn- und Arbeitsort.

Ein reiches Kultur- und Freizeitangebot der Dorfvereine ist Garant für ein lebendiges Deitingen. Der Mut und der Wille über seine eigenen Grenzen zu schauen, bewegt vieles und setzt Impulse in der Region.

Zum Bekanntheitsgrad tragen auch die beiden Autobahnraststätten Deitingen Nord und im Speziellen die "Möwe" von Deitingen Süd bei.

»Deitingen war ein sehr kleines Dorf, geographisch in der Nähe von Solothurn, gesellschaftlich sehr weit von Solothurn entfernt. Wenn Deitinger nach Solothurn kamen, dann kamen sie von weit her, waren nicht immer ungefährlich in den Beizen und eigentlich stolz darauf, keine städtischen Umgangsformen zu haben. Man erkannte sie, und man erkannte sie vor allem an ihrer Sprache, die sich von allen anderen in der Gegend unterscheidet.«
Zitat aus einem Text von Peter Bichsel: “Willi Ritschard aus Deitingen“

Dieses Zitat von Peter Bichsel vermittelt aber auch ein wenig ein Bild der Rückständigkeit. Dass dieser Eindruck falsch ist, beweist die Deitinger Geschichte. Eine Geschichte, die von einer landwirtschaftlichen Tradition bestimmt ist (noch heute gibt es in Deitingen 20 Landwirtschaftsbetriebe im Vollerwerb). Deitingen hat in der Vergangenheit schon einen Bundesrat geprägt, Deitingen prägt auch heute noch seine Bewohner/-innen.

Diese Spannungsfelder zwischen Tradition und Fortschritt gehören in Deitingen zusammen wie Pech und Schwefel. Diese Gegensätze waren immer wieder ein idealer Nährboden für Pionierleistungen.

Eine kurze Übersicht (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

Ende 16. Jahrhundert:
200 Jahre vor der Errichtung erster Schulen für die Landbevölkerung im Kanton Solothurn, hat ein Schulmeister ein Gesuch um Errichtung einer Schule eingereicht.

Ende 18. Jahrhundert
1786 entstand neben dem Landgut Wylihof die erste Ziegelei Solothurns.

Der erste Schulhausbau (1789) und Lehrerbildungskurse in Deitingen (1798),
ein Vorläufer des Lehrerseminars in Solothurn.

Im 19. Jahrhundert.:
Errichtung einer Käserei, der Zweiten im Mittelland (1827), und Bildung der ersten Käserei-Genossenschaft (1852)im Kanton Solothurn.

Gründung der ersten Portlandzement-Fabrik durch Robert Vigier auf dem Gelände des Wylihofs im Jahre 1871. Dank dieser ist Deitingen mit der Gäubahn (der heutigen Jurasüdfusslinie) im Jahr 1876 erschlossen worden. Heute zählt die Vigier Gruppe ca. 1000 Mitarbeiter.

In jener Zeit ist auch der schwerste Schicksalsschlag Deitingens datiert. 1869 nach einem grossen Dorfbrand waren 36 Gebäude abgebrannt und 200 Einwohner (1/3 der damaligen Bevölkerung)waren obdachlos.

Mit einem immerwiederkehrenden Erfindergeist der Unternehmer, hat sich Deitingen im 20. Jahrhundert kontinuierlich entwickelt.
Stellvertretend für alle sei erwähnt: Die Arthur Flury AG (1919), heute ein weltweit führendes Unternehmen im Fahrleitungsbau.

Im Weiteren waren der Bau von Autotraktoren in den 30er Jahren und der Melkmaschine (RISA)in den 60er Jahren, sowie der Abbau von Kies aus der Grube der Bürgergemeinde Meilensteine der wirtschaftlichen Entwicklung Deitingens.

Es sind auch verschiedene Industriebetriebe verblichen, doch dank der vielfältigen Spezifikation der Industrie, Kleinunternehmer und des Gewerbes, hat Deitingen auch in Zeiten garstiger Konjunktur nie einen hohen Tribut zollen müssen.
Heute ist diese Vielfältigkeit ein wichtiger Pfeiler der wirtschaftlichen Struktur Deitingens. Zuzüge namhafter Unternehmen in letzter Zeit stimmen für die Zukunft weiterhin zuversichtlich.
Trotz diesen erfreulichen Tatsachen ist das Bevölkerungswachstum eher bescheiden geblieben. 1920 hatte Deitingen 1057 Einwohner - heute sind es etwas über 2130 (wovon gut 1/4 Bürger sind). Das bescheidene Wachstum mag wohl an der Lage Deitingens liegen, im unteren Eck des Wasseramts. Im Norden an die Aare, im Osten an den Kanton Bern grenzend, im Westen abgeschirmt durch Wald, ist das Gelände eigentlich nur gegen Süden offen. In einer leichten Senke, abgeschirmt durch Hecken liegt der Siedlungsraum abseits von orts- bzw. quartierfremdem Verkehr.

Deitingen ist, von der Fläche her, die zweitgrösste Gemeinde des Bezirks Wasseramt. Von den 764 Hektaren Land - hievon ist rund ¼ (167 ha) Wald (mehrheitlich im Besitz der Bürgergemeinde) - ist der grösste Teil unverbaut.
Dies bietet Deitingen ein riesiges, wunderschönes Naherholungsgebiet mit Flusslandschaften, Wald (Spaziergänger loben ihn immer wieder, als einer der Schönsten), dem Golfplatz "Wylihof" und Naturschutzgebieten wie der "Mürgelibrunnen".

Fazit:
Heute ist Deitingen eine selbstbewusste, zukunftsorientierte Gemeinde mit einer sehr guten Infrastruktur. Mit einer modernen Gemeindeorganisation stehen wir weltoffen für eine starke Region ein.

Deitingen hat auch seine Besonderheiten, die das Dorf so lebens- und liebenswert machen. Die eine - jeder Haushalt erhält von der Bürgergemeinde zu Weihnachten einen Weihnachtsbaum geschenkt. Oder die freundnachbarschaftlichen Foppereien (wo im Unterton auch immer ein bisschen Neid mitklingt); so kennt man auf der Kant. Verwaltung noch heute die entschuldigende Bemerkung: „Es isch kei gleitige - es isch eine vo Deitige“. Heute lachen wir herzhaft mit.

Alles in allem:
Deitingen ist eine sagenhafte Gemeinschaft und ein Dorf mit Charme und Charakter.

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